Komfortzone verlassen: Überwinde die Angst davor, dein Leben zu leben

Komfortzone verlassen: Überwinde die Angst davor, dein Leben zu leben

Hast du deine Berufung (Berufung finden: Eine Anleitung in 4 Schritten) bereits gefunden?

Dann kennst du das vielleicht:

Du weisst ziemlich genau, welche Tätigkeit dich so ausfüllen würde, dass du jeden Morgen mit Freude aufstehst. Jetzt möchtest du dir ein Zweiteinkommen damit aufbauen und dich selbstständig machen. Doch noch bevor du startest, überkommen dich Ängste und Sorgen:

  • Was, wenn es nicht klappt?
  • Was, wenn ich nicht gut genug bin?
  • Was, wenn ich damit kein Geld verdiene?


Du bist nicht allein mit diesen Gedanken.

Hast du eine Ahnung, wie viele Menschen ihre Komfortzone nicht verlassen, weil sie von Ängsten und Sorgen davon abgehalten werden, ihre Ideen und Visionen umzusetzen?

Und weisst du, was sie von jenen unterscheidet, die erfolgreich ihre Berufung leben?

Es ist ihr Mindset – ihre innere Einstellung!

Im Prinzip möchten wir doch alle unsere Ängste besiegen und ein positives Mindset haben. Doch, was hindert uns daran? Ich sag’s dir: Wir können nicht akzeptieren, dass wir diese Ängste und Sorgen überhaupt haben. Wir wissen nicht, wie wir damit umgehen sollen, dass sie nun mal da sind, ganz automatisch!

Genau darum geht es in diesen Blogartikel: Dass du Ängste und Sorgen hast ist völlig in Ordnung. Sie sollen dich aber nicht länger aufhalten!

In diesem Blogartikel erfährst du, wie du eine neue Sicht auf deine Ängste und Sorgen bekommst und wie du es anstellst, dass sie dich nicht mehr daran hindern, deine Komfortzone zu verlassen.

« Eine Reise von tausend Meilen beginnt mit dem ersten Schritt. »
Laotse

Und dieser erste Schritt gilt es erst einmal zu nehmen. Wie dir das gelingt, erfährst du hier.

Was Ängste und Sorgen sind und warum sie uns blockieren

Ängste und Sorgen sind Gedanken wie:

  • Dafür bin ich nicht gut genug ausgebildet.
  • Damit kann ich doch kein Geld verdienen.
  • Wenn ich mich öffentlich präsentiere, werde ich belächelt.

Solche Ängste und Sorgen wollen dir nichts Böses. Sie wollen dich schützen. Dich davor bewahren, Dummheiten zu machen, die du später bereuen könntest.

« In einem Jahr wirst du dir wünschen, du hättest heute angefangen. »
Karen Lamb


Ängste und Sorgen sind Möglichkeiten

Werde dir bewusst, dass Sorgen und Ängste sind KEINE Ergebnisse oder Ereignisse sind. Das heisst, es sind KEINE Tatsachen, sondern nur Möglichkeiten, wie etwas ausgehen könnte.

Beispiel:

Du möchtest dich selbstständig machen und hast Sorgen, dass du wirtschaftlich nicht über die Runden kommst. Das ist eine Möglichkeit! Es besteht aber genau so die Möglichkeit, dass es mittelmässig oder gut oder hervorragend ausgeht.

Ängste und Sorgen beziehen sich also auf die Zukunft. Das Problem dabei ist, dass unser Unterbewusstsein nicht zwischen Zukunft und Gegenwart unterscheiden kann (also ob etwas schon da ist oder noch erwartet wird). Es projiziert alles auf die Gegenwart, was dazu führt, dass wir „Angst vor dem Mammut haben, obwohl gar keines vor uns steht“.

Warum uns Sorgen und Ängste blockieren

Wie wir auf bestimmte Situationen reagieren und Entscheidungen treffen, hängt wesentlich davon ab, welcher Teil unseres Gehirns die Führung übernimmt:

  • das Reptiliengehirn (löst instinktives Verhalten aus)
  • das limbische System (steuert die Emotionen)

  • das Grosshirn (ist zuständig fürs logische Denken)



Hirnregionen


Diese Hirnregionen sind mit Nervenbahnen miteinander verbunden. Das heisst, ein negativer Gedanke (egal, ob wahr oder falsch) erzeugt negative Gefühle. Und diese negativen Gefühle aktivieren das Stammhirn, weil es sich ja um eine Gefahr handeln könnte...

Unterscheiden kann unser Gehirn die reale von der imaginären Gefahr leider nicht. In beiden Fällen werden dieselben körperlichen Reaktionen ausgelöst.

Ja, und wenn das Stammhirn erst einmal aktiviert ist und sich der Körper auf Kampf, Flucht oder Erstarrung vorbereitet, dann sind wir nicht oder nur noch sehr bedingt in der Lage, logisch und lösungsorientiert zu denken und zu handeln. Wir haben kaum oder gar keinen Zugang mehr zu unserem Grosshirn.

« Wir Menschen werden im Gefühl,
in dem wir uns im Moment (oder dauerhaft) befinden,
bestätigt! »

Ewald Schober


Und das Verflixte daran ist, dass es sich um einen (Teufels-) Kreislauf handelt:

Hat ein negativer Gedanke erst mal ein negatives Gefühl ausgelöst, sorgt nun das negative Gefühl dafür, dass weitere negative Gedanken dazu kommen. Also dass wir uns noch mehr sorgen. Und so kommt es, dass wir immer mehr Gründe finden, warum etwas NICHT funktioniert!

Aus diesem Kreislauf gilt es, auszubrechen.

Einen «kühlen Kopf» haben wir nur, wenn die Energie im Grosshirn ist. Und wie du das steuern kannst, werden wir gleich anschauen.

Wie du mit deinen Sorgen und Ängsten umgehen kannst

Also was NICHT hilft ist, die Sorgen und Ängste einfach zu ignorieren oder gar zu unterdrücken. Dann bleiben sie nämlich hartnäckig da und werden sogar stärker!

Deshalb:

1) Erstelle eine Sorgen-Liste!

Das ist ein loses Blatt Papier, auf das du all deine Ängste und Sorgen aufschreibst – und zwar immer dann, wenn sie sich bemerkbar machen. Schreib die Ängste und Sorgen aus deinem Kopf raus, um deine Gedanken für eine Weile frei zu machen und um Distanz zu gewinnen.

2) Wertschätze deine Ängste und Sorgen

Wenn du deine Ängste und Sorgen dafür wertschätzt, dass sie dich schützen wollen und ihnen sagst, dass du sie nicht ignorierst, sondern sie sogar auf einem Extrablatt festhältst, müssen sie nicht mehr so laut schreien.

3) Plane eine Sprechstunde für deine Ängste und Sorgen

Sage jedem deiner Ängste und Sorgen, dass er eine Sprechstunde bei dir bekommen wird und du ihn dir genau anschauen wirst. Aber nicht jetzt!

Jetzt (also in der Zeit wo du etwas umsetzen und vorankommen willst) sollen die Ängste und Sorgen ruhig sein. Und das werden sie, weil sie wissen, dass du sie anschauen wirst. Du kannst die Sorgen-Liste weglegen und dich auf dein Vorankommen konzentrieren.

Ganz wichtig:

Plane die Sprechstunde in deinem Kalender ein und halte dein Versprechen! Sonst werden dir deine Sorgen und Ängste mit der Zeit nicht mehr glauben und wieder die Macht übernehmen.

4) Schau dir deine Sorgen und Ängste an

Zur Zeit der Sprechstunde nimmst du deine Sorgen-Liste hervor. Doch bevor du das tust, folgendes:

Achte darauf, dass du in guter, entspannter Stimmung bist.

Also vielleicht nach einem Spaziergang, an deinem Lieblingsplatz, mit freudiger Hintergrundmusik und bei einer Tasse feinem Tee.

Setzte ein Lächeln auf, denn lächeln aktiviert das logische Denken.

Warum? Weil das Unterbewusstsein Lächeln mit etwas Positivem verbindet und dir deshalb ein gutes Gefühl schickt, was dazu führt, dass deine Gedanken offen, klar, effizient und lösungsorientiert sein werden.

Jetzt schaust du dir jede Sorge und jede Angst, die auf deiner Liste steht, einzeln an.

Versetz dich dabei in eine Art Aussenansicht. Das heisst, stell dir vor, es wären nicht deine Ängste und Sorgen, sondern diejenigen deines besten Freundes bzw. deiner besten Freundin. Was würdest du ihm/ihr sagen? Fang an, logisch und lösungsorientiert zu argumentieren und schreib die gefundenen Argumente dazu.

« Es gibt immer einen Grund, etwas nicht zu tun.
Aber es gibt auch immer mindestens drei Gründe,
warum man etwas doch tun sollte! »


Merkst du, wie die meisten Ängste und Sorgen kleiner werden?

Verschwindet eine Sorge oder eine Angst sogar ganz, kannst du diese Zeile durchstreichen!

Nach der ersten Sprechstunde sind die Sorgen und Ängste oft noch da. Sie sehen jedoch nicht mehr so bedrohlich aus, wie zurzeit, als du sie aufgeschrieben hast. Also kannst du dich fragen:

  • Hindert mich diese oder jene Sorge / Angst (noch) daran, einen kleinen nächsten Schritt in Richtung meines Traums zu tun?

Falls nein, kannst du diese Sorge / Angst einfach stehen lassen und sie dir erst bei der nächsten Sprechstunde (zum Beispiel in einer Woche) wieder anschauen.

5) Wiederhole dieses Vorgehen

Ich biete dir hier keine Wundermethode, die deine Sorgen und Ängste wie von Geisterhand von einer Sekunde auf die andere in Luft auflöst (aber falls du eine Methode kennst, die das kann, teile es mir bitte unbedingt mit!)

Vielmehr ist auch der Umgang mit den eigenen Ängsten und Sorgen ein Prozess. Es geht darum, dass du dir deiner Ängste und Sorgen bewusst wirst und dann kontinuierlich damit arbeitest. Für die meisten stellt schon das Bewusstwerden eine befreiende Situation dar. Denn oft verliert man sich beim Grübeln in unendlichen Gedankenschlaufen und weiss am Schluss gar nicht mehr, wo eigentlich das Problem liegt.

Und genau deshalb wiederhole ich hier nochmals:

Schreibe deine Ängste und Sorgen kontinuierlich auf! Nur so kannst du sie von aussen betrachten und die nötige Distanz gewinnen, um mit ihnen (zu den geplanten Sprechstunde-Zeiten) zu arbeiten.

Welche Arten von Sorgen und Ängsten es gibt

Nach einer oder mehreren Sprechstunden wird dir auffallen, dass du drei verschiedene Arten von Sorgen und Ängste unterscheiden kannst.

1) Sorgen und Ängste, die sich langsam auflösen

Diese Art von Sorgen und Ängsten kennst du aus dem vorherigen Kapitel. Es sind die Sorgen und Ängste, die schrittweise kleiner und leiser werden und schliesslich ganz verschwinden, wenn du...

  • ...sie mit guter Stimmung betrachtest und aus der nötigen Distanz heraus logisch argumentierst.
  • ...weitere kleine Schritte in Richtung deines Traums machst, dadurch kleine Herausforderungen meisterst, in deiner Selbsteinschätzung wächst und schliesslich merkst, dass die Sorge / Angst unbegründet war.

2) Ängste und Sorgen, die nie verschwinden

Es gibt Sorgen und Ängste, die lassen sich auch mit der besten Mindset-Arbeit nicht wegmachen. Solche Sorgen und Ängste musst du in deinen Plan, dein weiteres Vorgehen, mit einbauen.

Dazu ein Beispiel:

Bist du Legastheniker und machst dir Sorgen, dass du als Selbstständiger mit eigenem Business unprofessionell wirkst, wenn deine Text Schreibfehler enthalten. Dann gilt es, dafür eine entsprechende Lösung zu suchen: Du könntest beispielsweise mit Vorlagen arbeiten, wenn es um Geschäftsbriefe geht. Und deine Social Media Texte könntest du deinem Partner oder einer Freundin zum Korrektur-Lesen geben, bevor du sie veröffentlichst.

3) Schwere Ängste und Sorgen, die bedrohlich scheinen

Natürlich gibt es auch Ängste und Sorgen, die dich richtig erdrücken und bedrohen. Solche, die dir den Schlaf rauben und dir in gewissen Situationen den Boden unter den Füssen wegziehen.

Wenn du weiterkommen willst, musst du dir auch solche Ängste und Sorgen ansehen. Nur was du dir ansiehst, kann sich auflösen. Doch Ängste und Sorgen, die einem derart bedrohen, dass sie dem blanken Horror gleichkommen, will und kann man sich nicht alleine anschauen.

In solchen Fällen empfiehlt es sich, Unterstützung anzunehmen. Gerade wenn es um Traumen geht, dann kann dir nur eine Fachperson helfen.

Was du jedoch immer (auch alleine) versuchen kannst, ist es, herauszufinden, woher solch schwere, hartnäckige Ängste und Sorgen ihren Ursprung haben. Und auch hier gilt: Schreib alles auf, was dir dazu in den Sinn kommt! Frage dich selber ganz direkt:

  • Was ist in der Vergangenheit passiert, dass ich heute so denke und handle?

Beispiel:

Als Kind durftest du in der Schule die Hauptrolle im Schultheater spielen. Die Lehrerin hat dich für deine Leistung gelobt, doch neben der Bühne (im Schulalltag) machten sich deine Klassenkameraden auf gemeine Weise lustig über deine Art zu sprechen auf der Bühne. Das hat dich total verunsichert und derart geprägt, dass du bis heute grosse Angst hast, öffentlich vor Leuten zu sprechen.

Auch hier geht es darum, dass du genau hinzuschaust und dir bewusst wirst, worum es eigentlich genau geht. Das ist immer der erste und gleichzeitig wichtigste Schritt, weil, darauf baut alles Weitere auf.

Sind Sorgen und Ängste begründet?

Schau zurück in deinem Leben und frage dich dann, wie gut du bist «im sich Sorgen machen» und wie viel es dir gebracht hat.

Es ist erwiesen, dass von den Ängsten und Sorgen, die wir haben, nur ca. 5% wirklich wichtig sind. 10% sind Kleinigkeiten und der ganze Rest existiert nur in deinem Kopf und tritt im wahren Leben nie ein.

Wir Menschen machen uns also meist viel zu viele Gedanken, bevor wir handeln!

« Einen Vorsprung im Leben hat, wer da anpackt, wo die anderen erst einmal reden. »
John F. Kennedy


Trotz Ängsten und Sorgen ins Handeln kommen

Leben heisst, immer neue Erfahrungen zu machen und sich weiter zu entwickeln. Leben heisst wachsen – privat und beruflich.

Deshalb: Mach dich auf! Erkenne deine Sorgen und Ängste, wertschätze sie sogar, aber konzentriere dich auf risikolose, kleine Schritte, die du schon heute bereit bist zu gehen.

« Warte nicht. Der Zeitpunkt wird niemals ‚genau richtig‘ sein. »
Napoleon Hill


Wenn du davon träumst, dann mach dich mit deiner Berufung selbstständig, bau dir ein Zweiteinkommen auf und geh den Weg zum eigenen Business.

Sei genau du jemand, der seine Chancen im Leben wahrnimmt und mutig vorangeht, um mit jedem Schritt zu wachsen und seinem Traum ein Stück näher zu kommen!


Gerne begleite ich dich dabei. Ich zeige dir nicht nur die einzelnen Schritte auf, sondern unterstütze dich dabei, mit dem richtigen Mindset voran zu gehen. Diese Kombination ist der Schlüssel zum Erfolg.

Erfahre mehr dazu unter:

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